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  1. Jul 2021
    1. In the situation where some defendant D intends to kill victim V, and whereD carefully loads his gun, checking all bullets to be sure none are duds; teststhefiring mechanism of the pistol; isolates V from all possible help or medicalattention; screens offall birds or other objects that could interfere; puts the gunat V’s head, pulls the trigger, and kills him—I would say that DcontrolledV’sdeath. Apparentlynotin the Alexander/Ferzan sense of control, however; V’sdeath does not respond to reason, whereas choosing to cause V’s death, does.

      Moore will hier zeigen, dass D Vs Tod in der Tat kontrollierte. Das treibt er auf die Spitze in dem er versucht alle möglichen Störungen oder Abweichungen auszuschließen. Aber ist diese Art jedes mögliche Zufallsereignis auszuschließen wirklich möglich in praktischen Situationen?

    2. One can see this guilt­laden psychology at work clearly in the near­miss kindof cases. Such cases produce feelings of relief and judgments of the form‘therebut for the Grace of God go I’. Wolf would have to account for such feelings andjudgments as being about agent­regret and the‘nameless virtue’in feeling it: thenear­misser just missed, not guilt, but the regret of having his agency involved incausing a bad state of affairs. He has escaped, not greater blameworthiness, butrather, a kind of‘dirty hands’that it would be his aretaic duty to regret. He thusfeels relief

      Dass ein Akteur wegen einer Handlung, in der fast jemand verletzt worden wäre, Erleichterung empfindet gerade weil die andere Person nicht zu Schaden gekommen ist, erinnert mich an ein Argument aus einem der Texte die wir ganz am Anfang dieses Seminars gelesen haben, in dem auch diese Erleichterung des Akteur angesprochen wurde (Ich glaube ich meine Nagel aber bin mir nicht zu 100 % sicher). Auch bei Moor jetzt denke ich mir, dass es in einigen Situationen stimmt, dass man dies bezüglich Erleichterung empfindet aber ausschließlich dann, wenn man es realisiert. Man kann neben Erleichterung aber auch gleichzeitig Schuld empfinden auch wenn man der Person nicht geschadet hat, oder?

  2. Jun 2021
    1. Oftentimes the unsuccessful attempter will have only the first of these obligations, hence, the common misimpression that the successful wrongdoer is more

      Ich verstehe nicht ganz wie das zusammenhängt. Ein unsuccessful attempter könnte sich doch trotzdem z. B. dafür entschuldigen, dass er bspw. B töten wollte auch wenn er sein Ziel verfehlt hat (und zu der Einsicht kam, dass das moralisch nicht richtig von ihm war). Wären dass das nicht auch reparations in diesem Sinne?

    2. he difficulty is seeing why this dif- ference makes a difference inasmuch as the divergence could con- sist in the fact that, ¢.g., a bomb goes off at 12:15 rather than 12:00.

      Bei den Beispielen, die Sverdlik in diesem Abschnitt bringt, dafür dass Vorhersehbarkeit nur einen unwesentliche Unterschied im Resultat ausmacht, bringt er Beispiele in denen das gewünschte Ereignis trotzdem eintritt (Schuss in die Brust, statt Kopf & Bombe nicht um 12 Uhr sondern 15 Minuten später). Diese Beispiele erscheinen mir auch intuitiv richtig für das, dafür dass er zeigen will das die Vorhersehbarkeit nicht viel ausmacht. Allerdings bringt er ausschließlich Beispiele bei denen B mehr oder weniger trotzdem zu Schaden kommt bzw. der gleiche Schaden entsteht. Wenn ich aber an Beispiele denke, in denen der gewünschte Schaden nicht eintritt, dann scheint mir sein Argument für die Unwichtigkeit der Vorhersehbarkeit nicht mehr richtig zu sein. Wenn die Bombe auf Grund von Unvorhersehbarkeit doch nicht hochgeht dann scheint es intuitiver zu sein, dass die Schuld angepasst werden müsste, also doch etwas mehr von der Vorhersehbarkeit abhängt als Sverdlik hier darstellt.

    1. How is this Nazi the victim of unfairness on account of the fact that some stranger in his distant, posthumous future feels indignan

      Inwiefern spielt hier die Zeit als Faktor eine Rolle für Otsuka? So wie ich es verstehe sagt er vor diesem Satz, dass man seine Empfindungen von Empörung nicht für die betreffende Person anpassen muss. Warum wird dann hier am Ende des Abschnitts der Aspekt der Zeit so stark in den Vordergrund gerückt? Egal ob es in der Vergangenheit liegt und der Akteur vielleicht gar nicht mehr wissen kann was man über ihn denkt wäre es nicht trotzdem unfair eine unangemessene Einstellung dieser Person gegenüber zu haben.

    1. In a technologically advanced society in which some peo- ple's actions can have a disproportionate impact on huge num- bers of unknown others, the prospect is worse than alarming.

      Ich habe hierzu einen sehr wirren Gedanken, den ich einfach nicht gut formuliert bekomme aber ich werde trotzdem mein Bestes versuchen irgendwie auszudrücken was ich hier meine: Walker zieht die Aufmerksamkeit auf den Unterschied zwischen pure und impure agency. Pure agency ist dabei die Position/Annahme(?), die ihre Gegner, bzw. andere Philosophinnen in der Debatte um Moral Luck angenommen haben. Walker weist in ihrem Text nun darauf hin, dass das eine falsche Annahme ist und sogar gefährlich. Ist dies nur ein Unterschied zwischen den Annahmen von verschiedenen Philosophinnen oder gibt es tatsächlich so einen Unterschied auch in der Praxis? Auf mich wirkt Walkers Ausführungen nämlich so, als würde sie darauf aufmerksam machen wollen, dass viele ihre Positionen bezüglich Moral Luck auf einer falschen Annahme aufbauen.

    2. Pure agents are free, on their own, to determine what and how much they may be brought to account for by determining the intentional acts

      Das pure agents bis zu einem gewissen Grad mehr Freiheit haben als die Akteure, die Walker darstellt, habe ich vom Text her verstanden. Warum sie aber so frei sind wie Walker es an dieser Stelle darstellt, ist mir nicht ganz klar. Auch in der Annahme von pure agency sind Personen für bestimmte Dinge (zu bestimmten Anteilen) verantwortlich und das heißt nicht dass man sich diese Anteile an der Verantwortung aussuchen kann, oder? Es wäre dann eher ein Problem des Erkennens im Kontext von pure agency so wie Walker es beschreibt, oder habe ich das falsch verstanden?

    1. od. It is good for the wrong-doer, in the sense that he would not wish to be without it and its presen

      Wie soll allein die Reue eines Täters dem Opfer konkret helfen können? Es könnte eventuell in dem Sinne helfen, dass ein tatsächlicher reue-empfindender Täter dem Opfer diese Tat nicht noch einmal antun würde und vielleicht anderen auch nicht und dann in dem Sinne daraus lernt. Aber das erscheint mir eine zu idealisiert Vorstellung zu sein. Sicher ist das etwas was man sich wünschen würde aber Reue ist nicht unbedingt etwas, was man von außen (gut oder überhaupt) erkennen kann. Reue könnte vom Täter auch einfach nur vorgetäuscht werden, sodass man sich so aus der Verantwortung ziehen kann ohne tatsächlich Reue empfinden zu müssen, weil es nicht nachweisbar ist. Diese Möglichkeiten stehen meiner Auffassung nach in einem deutlichen Konflikt mit der Vorstellung von Gerechtigkeit, weshalb ich auch von Brownes Überlegungen bezüglich Gerechtigkeit nicht überzeugt bin.

  3. May 2021
    1. The degree of Georg's responsibility remains the same as George's, but the scope of Georg's responsibility has dwindled to nothing. Georg is responsible; he is just not respon-sible for anything.

      Die Unterscheidung zwischen dem Grad und dem Umfang von Verantwortlichkeit kann ich nachvollziehen. Aber die Begriffe „to be responsible“ und „to be responsible for“ sind für mein Verständnis zu nah aneinander. Ich glaube ich verstehe was Zimmerman damit sagen will aber es fällt mir durch die Nähe der Begriffe schwer sein Argument zu reproduzieren.

      Wäre es mit diesem Argument nicht zu leicht jemanden ohne genügend Beweise einer Sache zu bezichtigen?

    2. But even if! am mistaken about this, my thesis here is unaffected; for this thesis depends, not on our knowing whether counterfactuals of this sort are true, but simply on their being true.

      Dieser Umstand hat mich die ganze Zeit während des Lesens beschäftigt. Mir scheint Zimmermans These irgendwie plausibel aber mir scheint trotzdem, dass das „Herausfinden“ oder „Erkennen“ von bspw. der freiwilligen Intention jemanden zu töten ein wichtiger Aspekt von moralischer Verantwortung zu sein. Aber er sagt hier dass es ausschließlich darum geht ob es wahr ist, nicht dass man es erkennen kann, also wäre das „Herausfinden selbst gar nicht relevant, oder auf jeden Fall nicht ausschlaggebend. Ist dann für Zimmerman diese Verantwortung auch etwas ähnliches wie für Richards, also ein Desert, welches es so gut wie möglich zu erkennen gilt, um eine Person adäquat bestrafen, belohnen oder einfach in seiner Verantwortlichkeit einstufen zu können?

    1. the fact that we feel at least somewhat justified in having such feelings despite recogniz- ing that they are not deserved.

      Auch wenn wir uns in einer solchen Situation berechtigt fühlen solche Gefühle zu haben heißt dass doch nicht nicht dass diese Gefühle auf eine tatsächliche „Schuldigkeit“ der Person (oder Desert wie Richards es benutzt) hindeuten. Intuitiv würde ich dafür argumentieren, dass die Deserts der Person, die das Baby fallen gelassen hat, ziemlich unabhängig sind von den Gefühlen, die die Eltern gegenüber dieser Person nach dem Ereignis haben insofern, dass sie das Fallenlassen nicht verhindert konnte und jeder anderen Person auf Grund von äußeren Faktoren dasselbe passiert wäre. Vergleichsweise (wenn auch vielleicht nicht ganz zutreffend) wird oft die Situation beschrieben, dass man jemanden, den man neu kennenlernt, nicht leiden kann und gewisse Gefühle gegenüber dieser Person hegt ohne dass man sie erklären könnte mit dem Ergebnis, dass man die Person nicht leiden kann aber der Person selbst keine „Schuld“ in dem Sinne trifft.

  4. edocs.sub.uni-goettingen.de edocs.sub.uni-goettingen.de
    1. In both cases one is responsible for what one actually does—

      Was wäre Nagels Theorie wenn jemand zu einer Handlung gezwungen wird? Es gibt ja (leider) Umstände, in denen man zu etwas gezwungen wird, was man selbst nicht machen wollen würde. Ein dramatisches Beispiel wäre eine Geiselnahme, bei der man als Geisel gezwungen wir etwas zu tun, z. B. Geld aus einer Registerkasse zu holen. Auch in dieser Situation würde man ja eine Handlung durchführen, für die man getadelt werden könnte. Inwiefern ist man dann aber für diese auch moralisch verantwortlich? Ist es auch Moral Luck wenn man für eine solche Geiselnahme ausgewählt wird und sozusagen zur falschen Zeit am falschen Ort ist?

  5. Apr 2021
    1. On the other side, we have to think of all those hostile and painful reactions, to oneself and oth- ers, that are not blame—or, at any rate, not blame as morality would wish it to be.

      Wenn ich Williams hier richtig verstehe, dann sagt er zunächst, dass mit Schuld nicht das gemeint sein kann was ein allmächtiger Gott uns auferlegen/fühlen lassen würde. Der erste Punkt den Williams hier anbringt verstehe ich und würde ich so unterstützen. Bei seinem zweiten Punkt allerdings bin ich mir nicht sicher. Ich glaube es ist vorragig ein Verständnisproblem auf meiner Seite: Was versteht er unter „all those hostile and painful reactions“? Und warum hätte Mdie Morla gerne, dass sie Schuld wären?

    1. It matters how intrinsic the cause of failure is to the project itself.

      Auch wenn es sich um eine Entscheidung handelt, zu der man sich entschieden hat obwohl man eventuell schon weiß, dass es vielleicht sogar wahrscheinlicher ist, dass man einen Misserfolg erleben wird, heißt nicht notwendigerweise, dass es eine „schlechte“ Entscheidung für das Individuum war. Hier, finde ich, passt das Beispiel von Gauguin sehr gut. Auch wenn Gauguin nicht erfolgreich sein sollte in seinem Vorhaben einer Maler zu werden, dann es ein wichtiger und auch richtiger Schritt für sein Leben gewesen sein. Es erschließt sich als für mich noch nicht ganz warum eine außenstehende Bewertung der Taten eines Individuum gerechtfertigterweise als Erfolg oder Misserfolg erachtet werden sollten/dürfen. (Außerdem sind die Begriffe Erfolg und Misserfolg nicht bei jedem gleichbedeutend und werden auch nicht von allen sozialen Kontexten gleich behandelt.)