17 Matching Annotations
  1. Jul 2021
    1. On this peculiar idea ofluck, there is luck involved whensomeone dies because we put a gun at their head and pull the trigger intending tokill them. (

      Moore thematisiert hier die Problematik des Begriffs "Moral Luck". Glück stellt im Sinne des Moral lucks etwas ganz anderes dar, als wir normalerweise darunter verstehen. So kommt es, dass von Glück gesprochen wird, wenn jemand jemand anderen erfolgreich umbringen konnte. Ich stimme hier Moore absolut zu und frage mich, ob es nicht einen alternativen Begriff gibt, der das, was Moral Luck ausdrücken soll, besser ausdrückt.

    2. For the past 30 years philosophers have cast the crucial moral issue here asbeing one of‘moral luck’.9The label stems from the thought that moralresponsibility, positive or negative, isearned; it is not generally a matter of luckbecause that would make morality unfair; yet with regard to whether one causesthe harms one intends or risks, that is a matter of luck (in the sense that no onecan control all the variables that make for successful execution of intentions orrealizations of risks); and that therefore the law’s position (that we are blamablefor results) is best conceptualized as the view that there is a kind of moral luckunder which we all suffer, despite our general revulsion to the idea.

      Moore argumentiert, dass das Konzept des Moral Lucks sich in der Gesetzgebung dadurch ausdrückt, dass Menschen tendenziell für das Resultat ihrer Handlung bestraft werden und dass daher der Versuch einer Straftat weniger bestraft wird, als eine vollendete Tat. Denn dadurch wird berücksichtigt, dass niemand alle Faktoren kontrollieren kann, die zu einer erfolgreichen Ausführung einer Tat führen würde.

  2. Jun 2021
    1. That theory is premised on the view that the outcome of an act has relevance, otherwise attempts and suc- cesses would be equivalent.

      Sverdlik sagt, dass der Mord an B gleich aufliegt mit dem Mord an C, wenn man die Äquivalenz-Theorie auf den Fall anwendet. Der Grund dafür ist, dass diese Theorie sich nur auf das Ergebnis einer Handlung bezieht. Ich halte das für paradox. Ich denke nicht, dass man einfach bestimmte Faktoren ignorieren kann, wenn man herausfinden möchte, ob bestimmte Handlungen äquivalent sind.

    1. he truth of moral luck that the rational, responsive moral agent is expected to grasp is that responsibilities outrun control, although not in one single or simple way.

      Sagt Walker an dieser Stelle, dass die Verantwortung über der Kontrolle steht? Meint sie, dass man aufpassen muss, dass man nicht alles auf (äußere) Faktoren schieben sollte, die einem wohlmöglich die Verantwortlichkeit entziehen?

    2. I think we will find at least faulty if not completely unacceptable: that the agent should shrug it off. Suppose the agent says, in effect, It's really too bad about what happened and the damage that’s been done, but my involvement was just a happen- stance that it was my bad luck to suffer. | admit my negli- gence (dishonesty, cowardice, opportunism, etc.) and accept such blame as is due these common faults. But it would be totally unfair of you to judge, let alone blame me for unlucky results and situations [ didn’t totally control and stupid or masochistic of me to let you.

      Wenn ich diesen Abschnitt richtig verstanden habe, kritisiert Walker hier, dass es etwas gibt, dass wohl jeder als falsch betrachten wird: und das wäre, wenn der Akteur versucht sich vor Vorwürfen zu schützen, indem er andere Faktoren "vorschiebt", die zu der Handlung führten, für die er verurteilt wird. Ich kann dem, sofern ich diesen Abschnitt richtig verstanden habe, nur zustimmen. Ich finde, man sollte generell vorsichtig sein, bei der Berücksichtigung mancher Faktoren und das besonders bei Jenen, die dem Akteur die Verantwortlichkeit entziehen würden.

    1. cy. As Nagel observes in 'Moral Luck', we do not simply notice that people who are responsible are generally in situations where they have control and conclude that control is important to responsibility, but we believe that the 'condition of control' must be the basis on which we hold people responsible for their actions. If this observation is correct (and I believe t

      In Zusammenhang mit meinem ersten Kommentar stellt sich für mich eine Schwierigkeit heraus. Wie ich oben schon geschrieben habe, finde ich es schwierig, nach Browne's Kriterien, jemanden die Kontrolle für etwas zuzusprechen. Aber wenn er sagt, dass die Kontrolle darüber entscheidet, wie verantwortlich jemand für eine Handlung ist, dann kann doch kaum jemanden die volle Verantwortung für eine Handlung zugesprochen werden, wenn er dafür die volle Kontrolle über die Handlung haben muss (welche, meiner Meinung nach, nach Browne's Kriterien, schwierig zu erlangen ist).

  3. May 2021
    1. Georg's being such that he would have freely killed Henrik is clearly not itself a choice of his; nor is it the consequence of a choice of his

      An dieser Stelle ist mir unklar, weshalb es keine Entscheidung von Georg sein sollte, dass er Henrik tötet.

    2. Perhaps there are good moral reasons to punish murder, such as that committed by George, more severely than a failed attempt at murder, such as that committed by Georg-I am not sure about this; but, if there are, they are grounded in something other than relative degree of responsi-bility.26

      Zimmermann argumentiert, dass die moralische Verantwortlichkeit unabhängig von Glück ist. Um das zu beweisen, stellt er zwei Fälle vor: In Fall 1. erschießt der einen den Anderen. In Fall 2. versucht ein anderer genau das Gleiche, allerdings wird hier die Kugel von einem Vogel abgefangen, folglich ist das vorgesehene Opfer nicht gestorben. In Fall 2 war es der Umstand des vorbei fliegenden Vogels, der verhinderte, dass die Person erschossen werden konnte. Da nur aufgrund des Vogels der Tod der anderen Person verhindert werden konnte, ist Zimmermann der Meinung, dass beide auf gleiche Weise moralisch verantwortlich gemacht werden können. Anschließend fügt er jedoch noch hinzu, dass es durchaus sein kann, dass man aufgrund von weiteren moralischen Gründen den Mord des einen härter bestrafen könnte, als den den versuchten Mord. Und an dieser Stelle habe ich ebenfalls meine Schwierigkeiten. Auf der einen Seite halte ich es für durchaus gerechtfertigt, dass Mord härter bestraft wird, als versuchter Mord, schließlich gibt es hierbei ein tatsächliches Mordopfer. Aber auf der anderen Seite halte ich es auch für etwas paradox, dass jemand weniger bestraft wird, aufgrund eines zufälligen Faktors. Die eine Person hat schließlich nicht eingeplant, dass der Vogel vorbei fliegen würde. Sie hatte genau die selben Absichten, wie die Person, die dann tatsächlich den Mord verübt hat.

    1. “Surely it is no more to Successful- villain’s discredit that he tried to kill a child and succeeded than it is to Unsuccessful-villain's discredit that he tried to kill a child without success. For it was mere luck (good or bad) that distin- guishes them from each other.”

      Ich frage mich an dieser Stelle, wie genau der Begriff "discredit" in diesem Text zu verstehen ist. Handelt es sich hierbei um den Misskredit in den jemand gebracht wird oder in den jemand gebracht werden sollte? Woran würde man diesen dann festmachen können? In den beiden Fällen, in dem es dem einen gelingt, das Kind zu töten und dem anderen nicht, ist es wohl deutlich, welche Handlung ausgeführt wurde/ausgeführt werden sollte. Aber wie verhält es sich in Situationen, in denen es keine Beweise gibt, dass jemand auf eine bestimmte Art und Weise handeln wollte? Kann diese Person dann überhaupt in Misskredit gebracht werden, wenn es z.B. keine Beweise für die Handlung gibt, die sie ausführen wollte? Oder handelt es sich bei dem Begriff "discredit" in dem Text einfach um etwas, dass jeder Situation zukommt und daher automatisch besteht, unabhängig davon, ob die Person ihre (vielleicht bösartige) Handlung umsetzen konnte, oder nicht?

    2. looking and killing a child) can shed no more discredit on him than Carol's act (her backing out without looking) sheds on her. For surely if Bert did more than Carol did only because of the bad luck he had and she did not, then he is no more discredited by what he did than she is by what she did.”

      Thomson beruft sich darauf, dass Bert nicht mehr Misskredit zukommen kann, als Carol, da das Resultat seiner Handlung durch Pech hervorgerufen wurde. Dieser Gedanke leuchtet mir deutlich ein, denn Bert und Carol haben beide fahrlässig gehandelt, indem sie unachtsam waren. In Bert hatte lediglich Pech, dass ihm ein Kind vor das Auto lief. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass jemand in der Realität solch einen Fall dermaßen betrachtet. Natürlich handelt es sich letztendlich um die selbe Aktion, aber in Berts' Fall gab es ein Todesopfer, weshalb es ihn wohl in mehr Misskredit bringen würde, als Carol (Obwohl beide gleich gehandelt haben).

    1. Central to my argument will be a claim that what a person deserves for a particular deed can differ from the criticism we are actually entitled to level against him for

      Richards geht davon aus, dass das was eine Person für eine Tat tatsächlich verdient, nicht mit der Kritik übereinstimmen muss, die gegen sie erhoben wird. Richards denkt, dass wir gar nicht in der Lage sind, richtig zu urteilen. So kann zum Beispiel jemand viel schuldhafter gehandelt haben, ohne dass jemand davon weiß. Man darf nicht davon ausgehen, allwissend zu sein, bzw. Kenntnis über alles zu haben. Deshalb muss Kritik auf dem Verständnis aufbauen, was tatsächlich getan wurde. Allerdings frage ich mich hierbei, was das wäre (was tatsächlich getan wurde). Ich halte es für richtig, dass man sich bei der Beurteilung keine Allwissenheit anmaßt. Ich frage mich jedoch, in wieweit man eine Handlung auf das wesentliche "runterbrechen" müsste, um nur das zu beurteilen, was tatsächlich getan wurde.

    2. but in that it changes the legitimacy of your treating her as she deserves.

      In Richards Beispiel geht es darum, dass wenn jemand mit Absicht Wein auf dem Teppich verschüttet, weil er/sie neidisch ist, es aber für die Tat keine Beweise/Zeugen gibt, es unverantwortlich von uns wäre, diese Person so zu behandeln, wie sie es verdient hätte. Geschieht die Tat jedoch, wenn Zeugen dabei sind, dann ändert das zwar nichts daran, was die Person verdient, legitimiert aber die Behandlung. Ich frage mich im ersten Fall, ob da nicht auch andere Faktoren von Bedeutung sind. Mir leuchtet ein, dass man nicht einfach jemanden für eine Tat verantwortlich machen kann, ohne Beweise zu haben. Nun ist es aber in der ersten Situation so, dass die andere Person dem Klingeln nachgegangen ist, wodurch es ja ziemlich wahrscheinlich ist, dass die andere Person für den Weinfleck verantwortlich ist. Dadurch, dass sie dann auch noch den Raum verlässt, verstärkt sich der Verdacht, dass diese Person etwas vertuschen will. Vielleicht ist mein Gedankengang hier auch etwas zu weit hergeholt, aber ich will eigentlich sagen, dass manchmal auch andere Dinge für etwas sprechen können. Natürlich darf man sich nicht herausnehmen, mit der Person direkt so zu verfahren, als hätte man es mit eigenen Augen gesehen. Aber wenn andere Faktoren (wie z.B. dass die andere Person nicht im Raum war) für die Schuld sprechen, dann halte ich es für legitim, der Person entsprechend zu begegnen und wenigstens zu hinterfragen, wie es dazu kommen konnte.

  4. edocs.sub.uni-goettingen.de edocs.sub.uni-goettingen.de
    1. There are roughly four ways in which the natural objects of moral assessment are disturbingly subject to luck. One is the phenomenon of constitutive luck—the kind of person you are,

      Nagel nennt vier Möglichkeiten/Faktoren, welche relevant für die moralische Bewertung sind. Dazu zählt laut Nagel auch das Phänomen des konstitutiven Glücks. Es ist deshalb von belangen, was für eine Person man ist. Damit sind nicht nur absichtliche Handlungen gemeint, sondern auch Neigungen, Eigenschaften und das Temperament. Ich finde diese Aussage ziemlich interessant, da sie mich daran erinnert, dass manchen Menschen die Eigenschaft zugeschrieben wird, dass sie Pech anziehen. Für mich hat diese Annahme nie viel Sinn ergeben, da ich es für nicht sehr logisch halte, dass jemand von sich aus Pech anzieht. Deshalb finde ich es umso überraschender, dass Nagel davon ausgeht, dass die Persönlichkeit dabei doch eine Rolle spielt.

  5. Apr 2021
    1. Nagel in his paper made the good point that an agent may know in advance that if things turn out in one way he will have been guilty of an unforgivable wrong, and if in another, he will not.

      Ich halte den Gedanken, dass ein Akteur abhängig vom Ergebnis seines Handelns, schuldig oder nicht schuldig ist, für schwierig. Denn letztendlich bleibt die Handlung ja gleich und es hängt einfach von verschiedenen äußeren Faktoren ab, in was diese Handlung resultiert. Wenn ich etwas Schlimmes mache, aber durch die gegebenen Umstände noch gut davon komme, habe ich ja trotzdem etwas Schlimmes gemacht und mich somit irgendwie auch einer schlechten Handlung schuldig gemacht. Ich bin mir nicht so sicher, ob mein Gedanke wirklich nachvollziehbar ist.

    2. But also, and worse, we have allowed the image of a mythical figure to shape our understanding of human justice.

      Williams bezieht sich auf einen Satz, dessen Inhalt ist, dass sogar ein Atheist sich fragen kann, was ein allwissender Richter (Gott) machen würde. Dadurch wird deutlich, wie Präsent die Vorstellung einer übergeordneten, richtenden Macht in den Köpfen der Menschen ist. Williams kritisiert, dass zugelassen wurde, dass die Vorstellung einer allwissenden mystischen Figur (Gott) unsere Vorstellung von Gerechtigkeit derartig prägt.

    1. But the willingness to give compensation, even the recognition that one should give it. does not always express agent-regret, and the preparedness to compensate can present itself at very different levels of signifi- cance in these connexions. We may recognize the need to pay compensation for damage we involuntarily cause, and yet this recognition be of an external kind, accompanied only by regret of a general kind, or by no regret at all.

      Ich finde Williams' Überlegung, dass die Bereitschaft zur Entschädigung nicht unbedingt Bedauern bedeutet, sehr interessant. Für mich ergibt sich dadurch eine gewisse Ironie, da eine Entschädigung ja eigentlich bedauern symbolisiert. Es handelt sich um eine Wiedergutmachung. Aber was will man wieder gut machen, wenn man doch gar nicht so wirklich bedauert, was passiert ist?

    2. Some luck, in a decision of Gauguin’s kind, is extrinsic to his project, some intrinsic; both are necessary for success,

      Williams meint, dass intrinsisches Glück, wie extrinsisches Glück eine Voraussetzung für Erfolg im Falle von Gauguin ist. Das intrinsische Glück würde vor allem auf der Frage beruhen, ob Gauguin als Künstler talentiert genug ist. Allerdings finde ich es schwierig, Gauguin's Erfolg an seinem Talent festzumachen. Müsste das dann nicht bedeuten, dass Gauguin, wenn er keinen Erfolg hat, somit auch kein Talent hat? Denn dass Erfolg nicht immer in Abhängigkeit zum Talent steht, ist ja bekannt.