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  1. Last 7 days
    1. Es ist also nicht zu erkennen, dass die deutschen Hochschulen oder die Wissenschafts- und Förderpolitik aus den hier beschriebenen Entwicklungen ausreichende Konsequenzen ziehen. Etwa wie in den USA, wo strategische Kooperationen zwischen Hochschulen und exzellenten forschenden Unternehmen, Start-ups oder Thinktanks eine zunehmend zentrale Rolle spielen und die National Science Foundation vor einigen Jahren einen bedeutsamen Strategiewechsel in ihrer Förderpolitik vollzogen hat.

      Hier ernsthaft die USA als Referentland und den Zeitraum "vor einigen Jahren" zu nehmen, halte ich für sehr problematisch.

    2. Die Zugänge zu öffentlichen Daten und der Datenaustausch insgesamt für Forschungsprozesse kommen nicht wesentlich voran.

      Ist dies von Studien in irgendeiner Weise untermauert?

    3. An vielen Hochschulen wird zwar mit Open- Science-Ansätzen experimentiert. Unterschiedliche Öffnungsprozesse in der Wissenschaft unter den Stichworten, Open Access, Open Data, Open Educational Resources, aber auch neue Ansätze wie Citizen Science können Treiber von komplexen und offeneren Innovationsökosystemen sein, wo unterschiedliche Stakeholder ihre Rollen, Ziele und Aufgaben neu ausloten.

      Hier wäre es interessant, wie es denn der Stifterverband mit den Open Science Ansätzen so hält. Offene Daten vermisse ich hier zum Teil.

    4. Multidisziplinär praktisch gebildete Akademiker treffen auf akademisch gebildete Praktikerinnen

      Wir haben ja z.B. auch die HAWs. Sind diese hier mitgedacht?

    5. Es zeigt sich: Wissen entsteht längst nicht mehr allein in akademischen, disziplinär strukturierten Institutionen. Wissen entsteht in Unternehmen, in der Zivilgesellschaft, in Start-ups, Thinktanks oder in Multi-Stakeholder-Räumen.

      Das ist aus der Perspektive der Research Policy Forschung ein ziemlich alter Hut. Etzkowitz und Leydesdorff haben um die Jahrtausendwende ihr Triple-Helix-Modell publiziert: https://doi.org/10.1016/S0048-7333(99)00055-4

    6. Forschungsleistungen von privaten Unternehmen, die dahinterstecken

      Ohne die Forschungsleistung zu schmälern, müsste man doch hier eventuell mal hinterfragen, ob hier die fehlende Transparenz und Nachvollziehbarkeit in privater Hand nicht auch einige Gefahren birgt.

    7. sich oft nicht auf gesellschaftliche Problemstellungen

      Auch diese sehr verkürzte Darstellung wird der Komplexität der wissenschaftlichen Forschung in keiner Weise gerecht und impliziert eine Zuspitzung, die nicht notwendig ist.

    8. dass sich Lehrinhalte und -formate nicht an den tatsächlichen Bedürfnissen der Gesellschaft orientieren

      Das erscheint mir eine sehr verkürzte Darstellung der Rollen von Lehrinhalten und Lehrformaten. Zudem ist das wissenschaftliche Subsystem auch ein Teil der Gesellschaft und trägt auch zur Erforschung dieser Bedürfnisse bei.