92 Matching Annotations
  1. Aug 2022
    1. Klafkis Kritik trifft allerdings Humboldts Ansatz nicht vollständig.Das Problem der austauschbaren Inhalte zum Erwerb von Vermögenstellt sich für Humboldt (2012b, S. 94) gar nicht, da der Mensch im Bil-dungsprozess versucht „soviel Welt, als möglich zu ergreifen, und so eng,als er nur kann, mit sich zu verbinden.“ Da Humboldt ferner von einerWechselwirkung zwischen Mensch und Welt ausgeht, sind Kräfte nichtinhaltsleer, sondern durch die Inhalte geprägt, an denen sie erworben

      Klafkis Kritik trift Humboldt nicht vollständig - Welt spielt keine nur untergeordnete Rolle, sondern steht in einer Wechselwirkung mit dem Menschen - Ich frage mich hier ob nicht der humanistische Ansatz den Menschen vielmehr immer schon in den Mittelpunkt der Welt stellt, mit der er interagiert? Das ist auch für mich die wichtige kritische Frage: Welcher Wert kommt der Welt zu?

  2. Jul 2022
    1. DieEinheitdesBewusstseins

      Das Akteur-Netzwerk des Bewusstseins?

    2. DasProblemvonDenkenundSprechen–dassoaltistwiediePsychologieselbst–istgeradeinderFragedesVerhältnisseszwi-schenGedankeundWortamwenigstengeklärt.DieimVerlaufdesganzenletztenJahrzehntsdominierendeatomistischeundfunktiona-listischeAnalyseführtedazu,dassdieeinzelnenpsychischenFunk-tionenisoliertbetrachtetundpsychologischeErkenntnismethodenfürdasStudiumdieservereinzelten,isoliertenProzesseentwickeltundvervollkommnetwurden,währenddasProblemdesZusammen-hangsderFunktionen,ihrerOrganisationineinerganzheitlichenBe-wusstseinsstrukturaußerhalbderAufmerksamkeitderForscherver-blieb.

      Assoziativ über die psychischen Funktionen nachdenken - nicht atomistisch

    1. the 1911 paper by william morton wheeler is called the ant colony as an organism not a super organism because superorganism implies that nest mate would be the true organism

      Check out the 1911 William Morton Wheeler paper on Ant Colonies as organisms. Does Wheeler actually call the colony an organism rather than a superorganism?

    1. Unter einer Übersetzung ist eine Relationierung oder Inbezugsetzung zu verstehen, die eine Transformation mit sich bringt. Eine Übersetzungsoperation verknüpft Elemente und Sachverhalte, die als inkommensurabel gelten. Zwischen heterogenen Aktivitäten oder Elementen stellt sie eine Verbindung her. Damit lässt sich das Netzwerk, zu dem sie gehören, intelligibel und verständlich machen. Mit der letzten Aussage nehmen wir gewissermaßen eine Außenperspektive ein, um ein Netzwerk zu rekonstruieren (oder zu beschreiben, verstehen, erklären).

      Soziologie der Übersetzung - Assoziation + Transformation; Inwiefern werden die assoziierten Elemente als inkommensurabel bewertet? Wer legt das fest? -> Ich vermute, die Außenposition - der Soziologe, der Beschreibende

    2. Symmetrisch zu sein bedeutet für uns einfach, nicht a priori irgendeine falsche Asymmetrie zwischen menschlichem intentionalen Handeln und einer materiellen Welt kausaler Beziehungen anzunehmen

      Symmetrieprinzip

  3. Jun 2022
    1. wie beispielsweise die Dampfmaschi‐ne, die ursprünglich als Individuum in Fabriken später als Element in einer Lokomotive ihren funktio‐nalen Platz findet (vgl. Ebd., S. 62)

      Lässt mich stark an die Unterscheidung zwischen Akteur und Netzwerk denken. Hier Akteur aus Netzwerkteilen, da Netzwerkteil in einem Akteur. Die Betrachtungsweise ist eine Frage der Perspektivrichtung

    1. der mensch und digitalität stehen in einem engen verhältnis zueinander also technik der digitalisierung ist unsinn der digitalität nichts fremdes die menschen sondern sie übersteigt eben die 01:10:12 digitalität diese diesen dualismus von menschen technik oder menschen erschienen wenn digitalität durch den begriff der virtuellen realität bestimmt ist das habe ich habe mehrmals behauptet dann muss auch die anthropologie vom 01:10:24 begriff der digitalität her verstanden werden virtuelle realität wird also als eine dimension existenz weise des menschen sichtbar die in seiner freiheit besteht diese freiheit ist eine freiheit 01:10:37 der virtuellen realität und sie erlaubt es vorhandene und bekannte dinge eine andere weise neu zu realisieren insofern steht digitalität im kontext der ganzen menschheitsgeschichte mit den ersten vor 01:10:51 wissen von virtuellen währungen von muscheln die plötzlich als andere realisierung von geld und nicht mehr nur naturmaterialien gehalten bis hin zu münzgeld und banknoten und so weiter er

      Keine Dualität, keine Dichotomie - Kollektive - sind es virtuelle Kollektive?

    1. kurze einblick in den digitalen und man dieses der sich als ein typisch mittelweg zwischen euphorie kann und apocalyptica versteht ich würde kritisch ein bisschen anmerken dass er vielleicht 00:20:39 die neueren entwicklung zu sehr reduziert also tendenziell reduktion ist ist und so was wie virtuelle realität die im agiert auf diesen medien die 00:20:51 nicht mehr nur im sinne von simulationen zu verstehen wie es vielleicht etwas nicht ernst genug nimmt aber prinzipiell ist natürlich immer sehr sinnvoll die menschliche würde bei allen technischen 00:21:03 entwicklung zu behaupten aber ich würde trotzdem sagen technische entwicklung und menschliche würde schließen sich nicht aus sondern kann sie aufeinander beziehen kann die technik sogar als eine erweiterung oder 00:21:15 als eine beförderung der menschlichen würde verstehen

      Kritik an Nida-Rümelin: reduktionistische Tendenz - sehe ich auch so, ich vermute, dass es eine Überbetonung des Menschlichen als ursprünglich Menschliches ist, das zu dieser Tendenz führt und ich glaube, dass Latour hier wirklich helfen kann, indem er sagt: Technische Entwicklung funktioniert im Laufe der Menschheitsgeschichte spiralförmig (Technik X hilft bei Problem X, sorgt aber für Problem Y, dabei hilft die Technik Y, sorgt aber für Problem X1, dabei hilft Technik X1 usw usf. es sind die Übersetzungsprogramme der Techniken, die Inskriptionen und Präskriptionen an Entitäten vermitteln, die sie in Kontexte betten, in denen sie wiederum ihr nun verändertes Programm auf andere richten, wodurch sie Inskriptionen und Präskriptionen fordern, die wiederum den Prozess beeinflussen usw.) Wir lösen die prinzipiellen Probleme der Transhumanisten und die ihrer Fronten mit den Humanisten, indem wir zeigen: Der Mensch lebt immer schon mit anderen Menschen UND Dingen. Es ist immer ein Kollektiv. Ergänzend zu dem Kollektivgedanken von Latour finde ich den Gedanken von Jörg Noller, dass virtuelle Realität etwas Menschliches ist, hilfreich. Der Mensch lebt immer schon in Kollektiven UND in physischer SOWIE virtueller Realität - beides sind grundsätzliche menschliche Eigenschaften, die die Digitalität nicht neu entwirft, sondern in ihrer Rupturhaftigkeit nur mit Schlaglichtern versieht.

      Ich glaube, dass ich einen ähnlichen Gedanken bereits als Notiz bei der Lektüre von Nida-Rümelins Text in Hauck-Thums und Nollers Was ist Digitalität notiert habe.

    2. eine künstliche intelligenz wenn sie nur genug muster erlernt hat auf basis der lebenswelt könnte durchaus so meine these berechtigte für unberechtigt

      Dieser Diskussionspunkt ist interessant für die Klärung des Akteurstatus. Muss ein Akteur denken können, um Akteur zu sein? Latour würde nein sagen. Gegen die Kritik von Nida-Rümelin am Transhumanismus könnte man den Akteurbegriff der ANT - so denke ich gerade - ganz gut abgrenzen.

    1. digitalität ist eine 00:34:35 form von anthropologie warum weil sie auf die virtuelle realität verweist und virtuelle realität ist in meinen augen immer eine dimension des menschen

      virtuelle Realität ist immer ein Aspekt des Menschen, deshalb ist Digitalität eine Form von Anthropologie

    2. julian nida-rümelin kritisiert dass er meint das passt gerade antikommunistisch sei wenn man diese trennung zwischen mensch und 00:31:10 maschine mehr auf hebt

      Wäre Latours Vorstellung davon, dass Technik immer schon ein Bestandteil menschlicher Existenz ist - so habe ich es mindestens verstanden - auch antihumanistisch? Ich glaube nicht. Ich glaube das Problem von Nida-Rümelin mit dem Transhumanismus ist die materielle Plumpheit der Theorie. Man nehme die biologische und die technologische Evolutionstheorie, einige eifrige Ingenieure und Programmiererinnen und ein wenig Zeit und da hat man ihn, den Übermenschen. Diese Prophetie ist es, das ich als problematisch ansehe. Während dessen ist Latour mehr daran interessiert, Black boxes zu öffnen und nicht von glänzenden boxen der Zukunft zu träumen.

    1. kollektive person kennen wir auch durch zb staaten oder auch unternehmen juristische personen

      Korporationen - Kollektive - schon wieder ein latourscher Begriff

    2. dieses subjekt objekt schema ich glaube das wird dieser lebensweltlichen realität die man weniger gerecht wenn ki immer mehr eingang in unser leben findet

      Subjekt-Objekt-Dichotomie wird der lebensweltlichen Realität immer weniger gerecht - das sagt auch Latour, aber er hat dabei nicht KI im Blick, er meint das für die Untersuchung von allen komplexen Prozessen, sei es das Züchten von Muscheln in der Bretagne, das Entwickeln und Vertreiben einer Amateur-Kamera oder - so denke ich - das Lernnetzwerk, das andere Lernende sowie KI einschließt

    3. s gibt ein problem die menschlichen ethischen 00:46:37 begriffe die uns menschen betreffen auf künstliche intelligenz eins zu eins anzuwenden das scheint nicht mehr ganz adäquates seite müssen wir immer schon bb die risiken abwägen d

      Muss an Latours vage Begrifflichkeit der ANT denken. Kann das eine (erste) Annäherung an dieses Problem sein?

    1. weil überall da wo kräfte wirken haben wir es mit realität

      Lässt mich wieder an Latour und die Akteur-Netzwerk-Theorie denken. Überall wo Kräfte wirken, haben wir es mit Realität zu tun. Das würde Latour abnicken, ich bin sicher.

    1. in der objektiven temp 00:27:30 bedeutet dass wir in eine verbindung zu diesen netzen treten nicht als gegner sondern auf unsere zwecke alles auf die object sozusagen auf die objektive die wir

      Interobjektivität bedeutet, dass wir in Verbindung zu diesen Netzen treten, nicht als Subjekte, sondern bezogen auf unsere Zwecke - auf die objects auf die Objektive

    2. deswegen argumentiere ich das wird dass die künstliche intelligenz immer verstehen sollten vor 00:22:52 dem hintergrund der leistung die dadurch erzielt wird also von den prozess der intelligenz leistung und diese intelligenz leistung die längste zeit ohne probleme jenseits von subjektivität 00:23:04 objektivität in unserer lebenswelt nämlich dies wäre der digitalität integrieren und mit anderen menschlichen operationen oder intelligenz leistung vernetzen das heißt das ziel sollte sein 00:23:18 künstliche intelligenz einzubeziehen in unsere lebenswelt und das passiert schon im kleinen wird aber natürlich immer noch mehr zu und jetzt gibt es interessante tatsache dass nämlich künstliche neuronale netze

      Leistungen - das was sie tun - Performanz, was sie performen - wie Dinge und Menschen durch Performanz zusammenhängen

  4. May 2022
    1. Die Menschen sind geneigt, dieTechnik für die Sache selbst, für Selbstzweck, für eine Kraft eigenenWesens zu halten und darüber zu vergessen, daß sie der verlängerteArm der Menschen ist

      1) Ist Latour somit ein technologischer Schleierknüpfer ?? 2) Technik nicht als Selbstzweck zu verstehen, keine toolification, kein einfaches doing it, sondern als Teil des eigenen Bildungsprozesses

    1. Folglich befindet sich jeder kybernetischaugmentierte Charakter im Film in einem permanenten Zustand technischer Ver-mittlung

      Naja, ich lese diesen Text auf einem Laptop, der auf einem Tisch in einem Raum steht. Ich bin mit der Bahn ins Büro gefahren. Ich nutze ein social bookmarking tool, dessen Server (vermutlich) in den USA stehen. Selbst meine Trinkflasche ist Produkt technischer Vermittlung. Also was ist nicht technisch vermittelt?

    2. Technik [schafft] selbst die Probleme [...], diesie dann durch einen neuen Vorwärtsschub ihrerselbst zu lösen hat.

      Ich denke, hier würde Latour sogar mitgehen. Er würde es nur nicht zwingend Probleme nennen, sondern eher deskriptiv von Präskriptionen und Inskriptionen von und in Handlungsprogramme sprechen.

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    1. Unter einer Wechselwirkung zwischenMensch und Welt ist nach Humboldt (2012b, S. 96) zu verstehen, dassder Mensch nicht bloß die Gegenstände rein passiv aufnimmt, sonderndiese geistig so verarbeitet, dass er sie versteht, seine Kräfte an ihnenentwickelt und sie in Bezug zu einer Persönlichkeit setzt.

      muss wieder an ANT denken - Gegenstände werde nicht bloß passiv aufgenommen, -gelesen oder -gesammelt, sondern verstanden und zu sich in Relation gesetzt

    2. Nach Humboldt(2012b, S. 94) ist die Idee der Bildung eine „Verknüpfung des Ichs mitder Welt“ und nach Nietzsche (1999b, S. 340) drückt sich Bildung indem Versuch aus, durch die „Reihe dieser verehrten Gegenstände [. . . ]das Grundgesetz deines eigentlichen Selbst“ zu finden.

      Bildung als Verknüpfung des Ichs mit der Welt - ich denke direkt an die ANT

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    Annotators

    1. Web culture has made it clear that if it is easy and inexpensiveenough to contribute to cooperative enterprises, many people will chooseto do so for a variety of reasons, including reputation, altruism, curios-ity, learning, a sense of reciprocating value to a community that providesvalue, as part of a game, and contributing something for public use thatyou had to do for your own purposes anyway (open-source developers dubthis “scratching an itch”).

      scratching an itch - interessant - die partizipative Architektur der Netze, wie lässt sie sich beschreiben und was macht diese Architektur mit den Nutzer*innen?

    2. In the world of digitally networked publics, online participation—if youknow how to do it—can translate into real power

      übersteigt völlig mein Forschungsprojekt - aber ein ANT Bericht über ein Beispiel - sagen wir Heather Lawver - wäre sicher interessant, weil die tatsächliche Verbindung so aufgezeigt werden könnte

  5. Apr 2022
    1. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind heutemit der ökonomischen und technologischenPraxis enger verwoben als zu früheren Zei-ten

      Und schneller laufen diese Verbindungen - siehe bspw. Michel Callon - Akteur-Netzwerk-Theorie

    2. Die Idee der Bildung besteht in der spezi-fischen Verbindung und Balance bestimmterkonstitutiv wirkender Faktoren, die sich be-ständig aufeinander beziehen, aneinanderkorrigieren und abarbeiten, die aber vor al-lem einander beflügeln können

      Relationalität - hier knüpft doch das ANT an, oder?

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    1. das heißt künstliche intelligenz operiert nicht irgendwie mit irgendwas was uns ganz fremd ist sondern wir sind daran beteiligt

      das ist ein riesiges Akteur-Netzwerk

  6. Mar 2022
    1. A search engine is not a human, it is a program that matches the words you give to pages on the web. Use the words that are most likely to appear on the page. For example, instead of saying [my head hurts], say [headache], because that’s the term a medical page will use. The query [in what country are bats considered an omen of good luck?] is very clear to a person, but the document that gives the answer may not have those words. Instead, use the query [bats are considered good luck in] or even just [bats good luck], because that is probably what the right page will say.3

      Inwiefern ist das schon automatisiert? Hier wäre auch empirische Evidenz interessant. Is there any research considering automatisms in searchterms nowadays (10 years after Rheingold wrote this book?) Abseits meiner Forschung: Hat die Nutzung von Suchmaschinen den Bezug zu Formulierungen von Wissensinhalten bereits transformiert? Also wirken Suchmaschinen mit ihren Übersetzungsprogrammen und Präskriptionen an die Nutzer*innen als Akteure, die einen Prozess von Wissenserwerb transformieren, indem sie jede Frage in eine halbe Antwort umformulieren?

    2. Web search, the valuable commodity is the search-ers’ attention. Search engines sell sponsored links that appear on the top or side of the page of links displayed in response to a search query. Whenever someone clicks on a sponsored link, a small amount of money goes to the search engine provider. Those clicks add up to billions of dollars each year.

      Suchmaschine als obligatorischer Passagepunkt bzw. Möglichkeit, so einen einzurichten?

    3. PageRank

      eigentlich eine tatsächlich sozio-technische Ordnungsmaschine o.ä. `(?)

    4. Reading presented Socrates with a new version of Pandora’s box: once written language was released there could be no accounting for what would be written, who would read it, or how readers might interpret it.6

      Lesen und Schrift als Pandoras Büchse. ANT Bezug wallah die Waldfee

    5. As Socrates put it, “once a thing is put in writing, its composition, whatever it may be, drifts all over the place, getting into hands not only of those who understand it, but equally of those who have no business with it; it doesn’t know how to address the right people, and not address the wrong. And when it is ill treated and unfairly abused it always needs its parents to come to its help, being unable to defend or help

      Das geschriebene beschreibt Sokrates hier (wiedergegeben von Wolf) als ein Kind, das nicht weiß wie es und wen es adressieren soll. Ein ärmlicher Akteur in der ANT Sichtweise, der sich nicht verteidigen kann und in die falschen Hände geraten kann. Interessanter Gedanke

    6. Engine-assisted search in itself is not a fragmenting, decontextualizing, shallowing force. Again, I reject the simple deterministic answer that the machine’s affordances inevitably control the way we use the mechanism. Shallow inquiry—the uninformed way in which many people use search engines to find answers—is the deeper problem, and one that can be rem-edied culturally. Just as the ancient arts of rhetoric taught citizens how to construct and weigh arguments, a mindful rhetoric of digital search would concentrate attention on the process of inquiry—the kinds of questions people turn into initial search queries, and the kinds of further questions that can deepen their search.
      1. Stalder: Algorithmizität - eine Eigenschaft der Kultur der Digitalität - Wir brauchen Algorithmen (z.B. Suchmaschinen), die die schieren Datenmengen vorsortieren.
      2. Latour/Callon: Handlungsprogramme. Algorithmen sind recht eindeutig Handlungsprogramme technischer Natur. Aber eben nur auf den ersten Blick sind sie ausschließlich das. Sie lassen sich genauer und für den hier interessanten Fokus als techno-soziale Handlungsprogramme beschreiben, die wenn sie auf einen wie Rheingold sagt uninformed way der Suchmaschinennutzung treffen eben dominante Handlungsprogramme werden. Hier trifft also Carrs Furcht teilweise zu. In terms of ANT kann und muss man jedoch sagen und fragen: Welche konkurrierenden Handlungsprogramme brauchen, wollen und können wir erdenken (wie die Rhetorik der Antike den Bürger lehrte, Argumente zu konstruieren und abzuwägen), die die techno-sozialen Handlungsprogramme der Algorithmen nicht die alleinigen oder die für Nutzer:innen der letzten blinden Programme sein lassen. Und jetzt der ANT hint für die Lösung dieses Problems auf erstmal abstrakt-theoretischer Ebene: Wir müssen uns auf die Übersetzungsprozesse konzentrieren, in denen eben jene oben genannten Handlungsprogramme unterschiedlicher Provenienz mal so mal so dominant sind. Wollen wir also lernen, wie ein achtsamer Umgang mit digitalen Medien gelingen kann, so sind unsere Augen, unsere Tastaturen, unsere Aufmerksamkeit auf die Expert:innen zu richten. Auf jene, die unterschiedliche Formen von gelingender Praxis in einer Kultur der Digitalität ständig wieder erschaffen.

      Bspw für eine Einleitung, in dem oben geschriebenen zeigt sich nämlich ein crucial point der Wahl von ANT, Stalder, Rheingold: Die ANT hilft mit ihrem offen gehaltenen Vokabular die von Rheingold im Kontext von Stalders Theorie beschriebenen (er selbst macht das nicht, ich lese das so) tatsächlichen Phänomene aus der Welt herauszugreifen und dem gezielten und breiten Reflexionsprozess zugänglich zu machen. Weitergehend kann in Anknüpfung daran qualitativ oder auch quantitativ geforscht werden. Die Stränge akademischer Diskussion, die sich an diesen Zugriff reihen stehen außerdem nicht im Widerstreit o.ä. zu jenen denkbaren Strängen des nicht- bzw. post-akademischen Diskurses, der (auch) ein Kennzeichen digitaler Kultur, nämlich von many-to-many Kommunikation ist.

    1. also das ganze wird viel mobiler und unmittelbare

      lässt mich daran denken, dass es Latour auch immer um Verteilung und Zirkulation geht, die zur Stabilisierung einer Technologie beträgt - also Technologie zweiter Ordnung stabilisiert die erste und umgekehrt, vmtl geht das mit der dritten so weiter

    2. operationstisch

      operationstheoretisch - was geschieht - Der Begriff Operation hat mir auch ungemein geholfen, Latours handelnde Akteure besser zu greifen, weil er im Gegensatz zum Handlungsbegriff frei von (menschlicher) Intention ist. Und Intention wird für mich noch ein crucial point, weil Intention fuels Attention und Attention = basale digital literacy nach Rheingold

    3. blackbox vorstellen es gibt alten eingang ausgang dazwischen passiert sehr sehr viel hier müssen sie sich tausende von zwischenschichten

      Handelt es sich um eine komplizierte oder um eine komplexe Situation? Aus informationstechnologischer Sicht sicher kompliziert, weil trackbar. Dann würde auch selbst aus der ANT Perspektive der blackbox Begriff greifen, weil die Inputs die Outputs bestimmen - mindestens nach einer gewissen Zeit des Einbezugs von Fehlerrückflüssen.

    4. aber es hat in einen kontext in dem es immer eingebettet sein musste gerade dagegen spricht es als ein akteur zu verstehen

      Weil es mit seinem vorgegebenen Eingespeisten und dem geplanten Output, inkl. der Fehlerrückführung tatsächlich recht stark vordefiniert ist, kann man selbst aus der ANT-Perspektive fragen, inwiefern es sich um einen austauschbaren Vermittler, ein Strukturelement, das bloß Potenzialität realisiert handelt, oder inwiefern es sich um einen einen Unterschied machenden Akteur handelt. Reine Information oder doch Transformation? Sicher blickwinkelabhängig - ich sehe aber nicht, dass Nollers Aussage hier mit der ANT völlig inkompatibel sein soll

    1. Jedesmal wenn eine Interaktion in der Zeit andauert und sich im Raum ausweitet, dann heißt das, dass man sie mit einem nicht-menschlichen Akteur geteilt hat

      Ok, dann muss ich mal checken was bei Noller virtuelle Realität genau ist. Wenn Ubipräsentismus eine Eigenschaft davon ist, dann unterscheidet sich das Internet, die virtuelle Realität von der nicht-virtuellen Realität nur in der akribischen, technischen Akteuren überlassenen Protokollierung und damit auch Nachvollziehbarkeit von andauernden, ausgeweiteten, materialisierten Interaktionen. Und nach Latour bedeutet eine Verlängerung der Dauer von Interaktionen und eine Ausweitung dieser im Raum zwangsläufig das Teilen der Interaktion mit einem nicht-menschlichen Akteur. Sehr wahrscheinlich wird hier der Begriff der Interobjektivität noch eine wichtige Rolle einnehmen.

    2. Hierzu reicht es aus, mit einem Marionettenspieler zu sprechen, um zu erfahren, dass er jedes Mal von seiner Marionette überrascht ist. Sie lässt ihn Dinge tun, die sich nicht auf ihn reduzieren lassen und über die zu verfügen er nicht die Kompetenz oder die Macht besitzt. Ist das Fetischismus? Nein, sondern die simple Anerkennung dessen, dass wir von dem überholt werden, was wir fabrizieren.

      Wechselwirkung impliziert, dass es nicht bloß Subjekt und Objekt, sondern Akteure gibt, die in heterogenen Assoziationen zueinander stehen (Marionette ist eben KEIN Mensch, in der Verweigerung zur Heterogenität liegt der Wurzel für den Fetisch)

    1. much of Latour's work can be read as an exploration of ground

      Such as his flat ontology

    2. The shift from McLuhan to Latour allows us to retain some of the key ideas of McLuhan, namely that the most interesting aspects of new technologies are that they indicate much more extensive changes in the environment. However, ANT might be able to describe these strange new connections in ways that are less declarative but more argumentative, less intuitive but more analytical.

      Mögliche Rolle der ANT in Fragen von Leitmedienwechsel/Paradigmenwechsel - argumentativer und analytischer als McLuhans Ansatz (?)

    3. "An 'actor' in ANT is a semiotic definition-an actant-, that is, something that acts or to which activity is granted by others. It implies no special motivation of human individual actors, nor of humans in general. An actant can literally be anything provided it is granted to be the source of an action (Latour 1997)
    4. However, these relationships are not random, but structured by the medium itself.

      Übersetzungsprozess - Transformation - hybride Akteurschaft bzw. Kollektive

    1. das heißt in der objektivität bedeutet einen kontext von gründe und ziele von objectives der durch künstliche intelligenz weiter vernetzt und verstärkt wird

      Das ist ja auch schon eigentlich immer der Fall. So besteht auch zwischen einem Menschen und einer Tür ein operationstheoretischer Zusammenhang - erfassbar sind diese u.a. durch das Ausbuchstabieren von Handlungsprogrammen von Akteuren

    2. das heißt menschliche leistung und karl haist interferieren auf eine weise

      und bilden einen hybriden Akteur

    3. black box

      PANDORA (hehe)

    4. inter objektivität

      Relevanz von Latour für diesen Kontext checken!

    1. wir sollten die technik nichts als fremdes dastehen als etwas integratives

      Und hier sehe ich einen sich mir förmlich aufdrängenden Anschlusspunkt zu Latours Anthropologie - Wir sind nicht alleine, die Dinge sind unter uns. Das schließt die technischen Dinge unbedingt (hehe) mit ein. Der Mensch ist, weil er Mensch ist, immer ein be-dingtes Wesen. Technik als außermenschliches Phänomen zu verfremden ist tatsächlich eine Entfremdung des Menschen.

      Außerdem habe ich soeben den Gedanken, dass es in dieser oben genannten besonderen anthropologischen Perspektive darum geht, den Blick nicht zu verengen und Emergenzen wahrnehmen zu können. Wie bereits die Fähigkeit zu lesen sich nicht auf die Hirnstrukturen visueller Wahrnehmung (und auf weitere Strukturen und Verhaltensweisen des nicht-schriftlichen Menschen) beschränkt. Evtl. spielt auch die Neuroplastizität eine gewissen Rolle in diesem Geflecht. Letztlich aber ist es wichtig, so denke ich, gedanklich-begriffliche Versperrungen gegen die Emergenzen und kreativen Gebräuche von Strukturen für über die den Strukturen eigentlichen Zwecken hinausgehende neue Zwecke zu sehen, zu dekonstruieren und neue Begriffe zu finden.

    2. chain to 00:34:22 your mobile

      chained to you mobilephone

      Mit Latour gesagt kann hier wieder ein gewinnbringender Perspektivwechsel vorgenommen werden. Ich denke u.a. an Latours Idee der Plug-ins und ein sein Bild einer Marionette, die an Fäden hängt. Wir werden nicht frei, wenn wir alle Fäden abschneiden, wir werden frei wenn wir uns der Transformationen durch die einzelnen Fäden und entlang dieser bewusst werden. So kann es möglich werden, ggf. auch einzelne Fäden zu kappen oder neue zu binden oder zu kreuzen. Einfach alles abzuschneiden, lässt eine im Nachhinein am Boden liegende Marionette nun auch nicht in der Magie der Freiheit sich Bewegen. m.E. werden hier auch zwei Freiheitsbegriffe durcheinander geworfen. Es wäre erstmal wichtig, zwischen positiver und negativer Freiheit zu unterscheiden (Politische Philosophie - Celikates und Gosepath)

    3. implikationen

      Übersetzungsprozesse, Stabilisierungstendenzen - v.a. muss unser Blick auf die Handlungsprogramme der Akteure fallen - Werkzeuge sind keine reinen, einflusslosen Instrumente

    4. sehr guten anknüpfungspunkt diese frage weiter zu thematisieren und noch weiter zu vertiefen

      Für mich interessant ist dann auch die Frage nach der Relevanz der Akteur-Netzwerk-Theorie.

    5. algorithmen zitat

      Algorithmizität spätestens(!) hier kommen techno-soziale Akteure ins Spiel - u.a. auch im #twlz wichtig(?)

    6. die nutzung bestehenden kulturellen materials für die eigene produktion ist 00:12:05 eine zentrale eigenschaft viele verfahren mit denen sich menschen in kulturelle prozesse einschalten in kontext eine nicht zu überblickenden masse von instabilen und bedeutungs 00:12:17 offenen bezugspunkten werden auswählen und zusammenführen zu bezahlen akten der bedeutungs produktion und selbst konstruktion

      Referentialität wieder die ANT Sicht - betrachtet man die Entitäten, die in diesem Zitat unter dem Begriff des bestehenden kulturellen Materials gesammelt werden als Akteure oder Akteur-Netzwerke, was ließe sich daraus ziehen?

      Das, das bleibt, stabilisiert sich. Das, das viral geht, ist in besonderer Weise erfolgreich darin, sein Programm anderen Akteuren zuzuschreiben. Im Anschluss an Stalders Interesse, das Bleibende im technischen Wandel in den Blick zu nehmen, folgt aus dieser ANT-Betrachtung nun die Frage: Welcher Akteur, welches Akteur-Netzwerk, drängt sich hier auf? Oder transzendiert die Kategorie der Referentialität (wie auch die anderen zwei stalderschen Kategorien der Kultur der Digitalität) die Existenzweise des Akteur-Netzwerkes? Konkret: Müssen, um der Komplexität des von Stalder beschriebenen gerecht zu werden, Latours Existenzweisen miteinbezogen werden?

    7. em entstehen von 90 bleibt fasst dieses bleiben im wandel der technischen entwicklung das ist die digitalität und hier sieht man auch schön dass die informationswissenschaft sich nicht an 00:11:01 diesen bleiben denn interessier

      das Bleiben könnte man mit Latour und Callon eine Stabilisierung nennen (?)

    1. inter objektivität bedeutet in meinen augen dass wir immer mehr zu den dingen zu den künstlichen 00:35:16 intelligenzen zu den maschinen zu den smartphones ein verhältnis her stimmt was uns durchgängig objekt unterscheidung aufhebt wir betrachten uns nicht mehr so sehr als 00:35:27 subjekte und die dinge mit denen wir operieren dann künstliche intelligenz smartphones als objekte sondern sind teil unserer lebenswelt und deswegen finde ich sollte inter subjektivität erweitern ergänzen um den begriff der 00:35:40 inter objektivität der mir die lebensweltliche realität von künstliche intelligenz von smart objects sehr treffend zu beschreiben scheint dass du der erste teil der piste

      Bruno Latour - Parlament der Dinge - Akteurschaft den Dingen, nicht bloß den Subjekten - die moderne Dichotomie Subjekt-Objekt überwinden - die Dichotomie selbst führt zu einer unerträglichen Last an Hybriden, unter denen sie zusammenbricht

    1. Descartes said we need an entire new way of thinking. When the scientific method provided that new way of thinking and biology showed that microorganisms caused disease, suffering was alleviated. What forms of suffering could be alleviated, what forms of wealth could be created if we knew a little bit more about cooperation? I don't think that this transdisciplinary discourse 00:19:09 is automatically going to happen; it's going to require effort. So I enlist you to help me get the cooperation project started. Thank you.

      Reduktionismen wie Descartes' method. Zweifel, die unter anderen zu unserer dichotomischen Sichtweise geführt haben, bringen uns dazu, neue Akteure (hier im biolog. Bsp. der Mikroorganismen) zu finden. Was sind die nächsten Akteure? Welche Kollektive sind von Belang? Und wie ließe sich das ANT des Kooperativs beschreiben? Eine erste Antwort auf diese Frage deutet nur auf die Antwortbedingung - es muss eine empirische Beschreibung sein

    1. But the lesson for everybody is that the structure of networks influences the kinds of behavior that can take place in those networks

      Die Netzwerke und ihre Strukturen beeinflussen (not compel! nicht zwingen) die Arten von Verhalten, die innerhalb der Netzwerke stattfinden können.

  7. Feb 2021
  8. parsejournal.com parsejournal.com
    1. ost-humanist perspective that foregrounds the apparatuses within which possibilities for action and judgement take shape, and confront visitors with the complex ways in which they are part of these systems and networks. How to be a responsible node in an Actor-Network?
  9. Oct 2020
    1. Öffnet für mich nach der ersten Lektüre einen ganz neuen Zugang zur Verbindung von Theorie und Design Praxis. Man kann sich von hierher einen Rahmen für eine "Content strategy for degrowth" als eine nicht anthropozentrische Designpraxis vorstellen. Sehr viele Verweise.

  10. Sep 2020
    1. actor- network theory

      Cette approche se distingue des théories sociologiques classiques parce qu'elle prend en compte dans son analyse, au-delà des humains, les objets (« non-humains ») et les discours. Ces derniers sont également considérés comme des « acteurs » ou des « actants » (Wikipédia, « Théorie de l'acteur-réseau », consulté le 23 septembre 2020).

  11. Aug 2020
  12. Oct 2019
  13. Jan 2019
    1. actor network theor

      Actors (human or otherwise) function together in systems (networks), and those systems must be observed and described rather than "explained": https://en.wikipedia.org/wiki/Actor%E2%80%93network_theory

      The notion that a system should be examined prior to bringing in theories and frameworks is also one held by the qualitative research approach called grounded theory (a theory grounded in observed data).

  14. Dec 2018
  15. Mar 2018
  16. Sep 2017
    1. 1) all the desirable components of ANT, the philosophical ‘goodies’, merely ‘rehearse themes which have already been discussed at length in the Hegelian Marxist tradition’; 2) ANT has (problematically) abandoned the notion of Totality, ‘large-scale structure’ and power structures, and that such abandonment is based on the assumption ‘that all ill originates in universal, objectivist, totalizing master-narratives’ and; 3) that ‘any intellectual tradition which sincerely strives to be emancipatory can ill afford to do away with the idea of the human being’.
  17. Apr 2017
  18. Sep 2016
    1. Rather, actor-network theory is more about how we are within a process. While we may not be conscious of the networks we inhabit, we are aware of the networks through a kind of embodied knowledge that is reflected in our behavioral adjustments.

      The idea being to become conscious? I read this as ontological.

  19. Jun 2016
  20. May 2016
  21. Apr 2016
    1. This principle is, I will show, a convenient fiction in this new work, enabling the philosopher to hear the call of things and to speak to and for them, despite the new rule that we cannot think of objects as being-for-us and must reject older philosophies smacking of “presence” and traditional ontology or ontotheology.

      The heart of the critique.

    2. according to the new line of thinking, objects should be recognized for their indifference to us, for the sorts of things they do behind our backs, and for the ways in which they “are” behind appear-ances
  22. May 2015
    1. Durability after foundations

      2 types: Material & strategic.

    2. This study displays all the ingredients of actor network theory 1990. There is semiotic relationality (it’s a network whose elements defi ne and shape one another), heterogeneity (there are different kinds of actors, human and otherwise), and mate- riality (stuff is there aplenty, not just “the social”). There is an insistence on process and its precariousness (all elements need to play their part moment by moment or it all comes unstuck). There is attention to power as an effect (it is a function of network confi guration and in particular the creation of immutable mobiles), to space and to scale (how it is that networks extend themselves and translate distant actors). New for actor network theory, there is an interest in large-scale political history. And, crucially, it is a study of how the Portuguese network worked: how it held together; how it shaped its components; how it made a center and peripher- ies; in short, of how differences were generated in a semiotic relational logi

      Ingredients of ANT

    3. t can also be understood as an empirical version of Gilles Deleuze’s nomadic philosophy (Deleuze and Guattari 1988).

      YES!

    4. All of which were the effects of a set of materially heterogeneous relations

      D&G make a related point about Hume (?)

    5. actor network theory can also be understood as an empirical version of poststructuralism.

      This is interesting?

    6. materially heterogeneous relations analyzed with semiotic tools; a sym- metrical indifference to the truth or otherwise of what it is looking at; concern with the productivity of practice; an interest in circulation; and the predisposition to exemplary case studies

      Signatures of ANT

    7. t is obvious to most engineers that systems are made not simply of technical bits and pieces but also include peopl

      This is obvious, so the opposite (social networks include tech) should also be.

    8. A tiny handful of these suggestions subsequently get trans- muted into the much harder statements about nature that circulate in scientifi c papers (“the fi gures in the table show . . .

      How scientific truth claims begin as vague observations.

    9. it is better to talk of “material semiotics” rather than “actor network theory.”

      Latour, apparently, prefers calling it "ant" rather than spelling it out in full

    10. A paradigm can be understood, they said, as a culture .
    11. Second, the actor network approach is not a theory. Theories usually try to explain why something happens, but actor network theory is descriptive rather than foundational in explanatory terms, which means that it is a disappointment for those seeking strong accounts

      Not a theory. Describes, does not explain.

    12. Actor network theory is a disparate family of material-semiotic tools, sensibilities, and methods of analysis that treat everything in the social and natural worlds as a continuously generated effect of the webs of relations within which they are located.

      ANT is not a single thing

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  23. Oct 2013
    1. If we want to understand how social structures, let alone put ourselves in a position to take control of them (that is, to “reassemble” them) we must dispose of the assumption that the local is explained by the global, and start tracing the process by which the local GENERATES global structures

      local/global

    2. Traditional sociologists start with a macro-scale entity or force–”society” or “culture”–that they then use to explain myriad local interactions.

      Bruno Latour reassembling the knowledge